Wirtschaft und Soziales

Als sozialdemokratische Stiftung sind wir besonders an einer gerechten sozialen Entwicklung interessiert. Zu den Grundüberzeugungen der Sozialdemokratie gehört es, dass am wirtschaftlichen Erfolg alle Menschen teilhaben müssen, und dass starke Schultern mehr zum Gemeinwohl beitragen müssen als schwache. Alle Staaten Zentralasiens haben unterschiedliche Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum und eine gerechte Verteilung des Wohlstandes. Während für die an Rohstoffen reichen Staaten der Region die Herausforderung besteht, die umfangreichen Gewinne aus deren Ausbeutung auch sinnvoll zur nachhaltigen Entwicklung der anderen Wirtschaftsbereiche und aller sozialer Schichten einzusetzen, stehen die rohstoffarmen Staaten vor dem Problem, Wachstumspotentiale zu finden und Arbeitsplätze zu schaffen, um eine Dynamik einer sozial gerechten Entwicklung zu entfachen.

Beides sind gleichermaßen schwere Aufgaben, die gut durchdachtes staatliches Handeln benötigen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung kann hier die Erfahrungen aus Europa und anderen Regionen einbringen, um neue Ideen zu finden, bekannte Fehler zu vermeiden und so maßgeschneiderte Politiken für die jeweiligen Länder zu entwickeln.

Der Staat alleine kann jedoch nicht alle sozialen Probleme lösen. Notwendig sind hierzu aktive wie effektive zivilgesellschaftliche Akteure wie NGOs und Gewerkschaften. Mit unserer Arbeit unterstützen wir diese NGOs und vor allem Gewerkschaften als die wichtigsten Akteure zur Sicherung fairer Beschäftigung und damit Wahrung des sozialen Friedens. Die Aufgabe der Gewerkschaften ist es, die Arbeitnehmer zu schützen, sowie am wirtschaftlichen Wachstum teilhaben zu lassen. Starke Gewerkschaften sind die besten Garanten einer friedlichen sozialen Entwicklung aller Länder.

Für soziale und wirtschaftliche Probleme gibt es selten einfache Lösungen oder Standardmodelle. Daher ist unsere Arbeit zum einen daran ausgerichtet, die Diskussion zu den sozialen Fragen zu stärken, um möglichst viele Aspekte und Lösungsvarianten zu erörtern. Diese Diskussionen sollen am Ende zu Lösungen führen, die von allen Seiten akzeptiert werden können und den sozialen Frieden waren. Zugleich stärken wir sozialpolitische Akteure, damit diese sachlich, innovativ und meinungsstark an der Diskussion teilhaben können.

 

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