Die Ziele der Stiftungsarbeit in Deutschland sind:

Politische Bildung

Ermutigung und Befähigung zum aktiven gesellschaftlichen, gewerkschaftlichen und politischen Engagement in Ehrenamt und Mandat – dies ist das Leitziel der politischen Bildungsarbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Mit vielfältigen beteiligungsorientierten Informations-, Gesprächs- und Orientierungsangeboten sowie Qualifizierungsprogrammen, werden Urteilsfähigkeit und Handlungskompetenz der Bürgerinnen und Bürger zur Stärkung einer Sozialen Demokratie gefördert.
Regionalforen, Zukunftswerkstätten und öffentliche Dialoge zwischen Politik und Gesellschaft ermöglichen demokratische Mitwirkung und tragen zur Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels bei.

In einem bundesweiten Netz von Bildungsbüros, Akademien, zentralen Projekten sowie den Tagungszentren Berlin und Bonn unterbreitet die Friedrich-Ebert-Stiftung ein offenes und differenziertes Angebot. Information und Kommunikation zu den zentralen Themen im Internet werden ständig ausgebaut.

Studienförderung

Chancengerechtigkeit beim Zugang zu Bildung ist zentrales Anliegen der Friedrich-Ebert-Stiftung. Seit ihrer Gründung vergibt die Stiftung deshalb Stipendien und fördert jährlich rund 2650 Studierende und Promovierende aus dem In- und Ausland. Die Programme richten sich an begabte junge Menschen, die sich im Sinne der Sozialen Demokratie engagieren. Besonders berücksichtigt werden Talente aus hochschulfernen und finanzschwachen Haushalten oder mit Migrationshintergrund.

Stipendiatinnen und Stipendiaten profitieren von dem weltweiten Netzwerk der Friedrich-Ebert-Stiftung sowie der materiellen und ideellen Unterstützung, wie z. B. Seminaren, Workshops und einem Mentorenprogramm.

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Politikberatung

Demokratische Politik braucht die Unterstützung einer aufgeklärten Öffentlichkeit und tragfähige politische Konzepte. Die Friedrich-Ebert-Stiftung trägt dazu bei, öffentliche Diskurse in Deutschland und weltweit mit Analysen zu zentralen gesellschaftlichen Problemen auf einem soliden Fundament zu ermöglichen, und berät Politik und Gewerkschaften bei der Erarbeitung tragfähiger Lösungen.
Hierbei ist der Stiftung die Vermittlung einer wertegebundenen Orientierung im Sinne der Grundwerte der Sozialen Demokratie – Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität – ein wichtiges Anliegen.

Im Rahmen von Expertengesprächen, Fachtagungen, Workshops und Konferenzen auf regionaler, nationalstaatlicher, (sub)kontinentaler und globaler Ebene bringt sie führende Persönlichkeiten aus Politik, Gewerkschaften, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um politische Fragestellungen vertieft zu erörtern. Die Politikberatung der Friedrich-Ebert-Stiftung zielt damit auf die unmittelbare Verbesserung der Handlungsfähigkeit und der Entscheidungen politischer Akteure und bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und politischer Praxis.

Die stark nachgefragten Analysen der Experten/innen der Friedrich-Ebert-Stiftung sowie der in ihrem Auftrag forschenden Wissenschaftler/innen werden in mehreren Publikationsreihen veröffentlicht, darunter „WISO direkt“ und „Internationale Politikanalyse“. Sie werden im Internet zur Verfügung gestellt und auf Veranstaltungen diskutiert. Eine weitere Plattform für Debatten sind auch die von der Stiftung herausgegebenen Zeitschriften „Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte“ und die Internetplattform IPG Journal.

Archiv und Bibliothek - Das kollektive Gedächtnis

Das Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) und die Bibliothek bewahren das ungedruckte und gedruckte Gedächtnis von Sozialdemokratie und Gewerkschaften sowie deren Persönlichkeiten. Die Bibliothek als „Politisch-historisches Informationszentrum“ ist eine der weltweit größten wissenschaftlichen Spezialbibliotheken mit den Sammelschwerpunkten zu Geschichte und Gegenwart der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung, zur Sozial- und Zeitgeschichte und den Veröffentlichungen von Parteien und Gewerkschaften. Umfangreiche Archivbestände zur deutschen und internationalen Arbeiterbewegung, zu Neuen sozialen Bewegungen sowie zur Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland und Europas werden nutzungsorientiert aufbereitet.

Publikationen und Veranstaltungen des Archivs begleiten geschichtspolitische Diskurse und lenken den Blick auf die Geschichte der Sozialen Demokratie und der Gewerkschaftsbewegung sowie ihre Bedeutung für die Gegenwart.