Die Kasachstanische Jugend in Zahlen

Almaty, 6. und 7. April 2016. Vorstellung der Publikation „Die Jugend in Zentralasien: Kasachstan“ durch die Friedrich-Ebert-Stiftung und das Forschungsinstitut „Öffentliche Meinung“.

Am 6. April fand im Hotel Grand Tien Shan, Almaty, eine internationale Konferenz zum Thema „Die Jugend in Zentralasien: Kasachstan“ statt, an der sich Wissenschaftler aus Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan und Russland beteiligt haben und eine Publikation gleichen Namens vorgestellt wurde.

Grundlage dieser Publikation ist eine soziologische Studie, an der 1.000 junge Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren aus 14 kasachstanischen Gebieten sowie den gebietsfreien Städten Almaty und Astana teilgenommen haben. Tolganai Umbetalijewa, Leiterin des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Almaty und Co-Autorin der Studie, wies bei der Vorstellung ihrer Ergebnisse – die Studie hatte die Themen Familie, Ehe und Sexualkultur zum Inhalt – darauf hin, dass es wichtig sei, sich mit der Jugendgeneration von heute wissenschaftlich auseinanderzusetzen.

„Die kasachstanische Jugend von heute“, unterstrich T. Umbetalijewa, „ist eine Generation, die in eine Zeit enormer politischer, sozialer und wirtschaftlicher Transformationen hineingeboren wurde und mit ihnen groß geworden ist. Das sind junge Menschen, die ihren eigenen Blick auf die Welt, ihre eigenen Haltungen und Werte haben. Und gerade darum ist es wichtig, sich mit der Jugend von heute auseinanderzusetzen und Einblick in ihre Welt zu nehmen.“

Peer Teschendorf, FES-Regionaldirektor für Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan, erläuterte die Methodik der Studie, die von der in Deutschland erstmalig in 1953 initiierten Shell Youth Study übernommen und an den lokalen kulturellen Kontext angepasst worden war, und hob dabei hervor, wie wichtig Studien dieser Art für Deutschland seien.

„Die Shell Youth Study“, so P. Teschendorf, „ist nicht nur für staatliche Einrichtungen und Abgeordnete wichtig, die für die Koordination der Jugendpolitik verantwortlich zeichnen. Nicht minder wichtig ist sie für Nichtregierungsorganisationen, die sich mit Fragen der Jugend befassen, für Wissenschaftler und Medien, die eine Diskussion darüber anstoßen, wie die nächste Jugendgeneration aussehen wird.“

Am 7. April präsentierten die Autoren in der Location SIGS Space die Ergebnisse ihrer Studien vor den jungen Menschen. Auf dieser Veranstaltung, die rund 130 Teilnehmer zählte, wurden die drängendsten aller Fragen diskutiert: Erfolg im Leben, Bildung und persönliche Entwicklung, Familie und Sexualität.

„Wir haben versucht, heute unterschiedliche soziale Jugendgruppen und Meinungsführer, die ihre Interessen vertreten können, an einen Tisch zu bekommen. Wir wollten deutlich machen, wie unterschiedlich die kasachstanische Jugend ist. Nichtsdestoweniger ist es wichtig zu verstehen, dass die Zukunft unseres Landes davon abhängt, mit welchem Erfolg diese unterschiedlichen Gruppen in der Lage sein werden, einen Dialog aufzubauen, in dem sie ihre gegenseitigen Ansichten respektieren und berücksichtigen“, erklärte Medet Suleymen, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Friedrich-Ebert-Stiftung und Verantwortlicher für Jugendprojekte.

Gegenwärtig sind Publikationen über die Jugend in Kirgisistan, Usbekistan und Turkmenistan in Vorbereitung. Bei uns können Sie die Publikation „Die Jugend in Zentralasien: Kasachstan“ downloaden und sich darüber informieren, was in den anderen Ländern der Region passiert.

 

 

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